TID 2016

Option Istanbul

Mittwoch, 05.10.2016 Varna - Rückreise

Heute geht es nach Hamburg zurück. Zuerst geht es nochmal zurück nach Constanta. Von da aus nach Istanbul und dann weiter nach Hamburg, wo ich gegen 21.20h landen soll. Meine 40 kg Gepäck habe ich hier bei Turkish Airlines gut unterbringen können. Eine der wenigen Airlines die noch nicht so bescheuerte Gepäckregelungen haben. 30kg kann man aufgeben, auch in mehreren Taschen und 8kg kann man im Flugzeug mitnehmen.

Die letzten 4 Tage in Varna habe ich mit Besichtigungen verbracht und mich von den Strapazen der 3-monatigen Reise erholt.

Im archäologischen Museum in Varna wird das älteste bearbeitete Gold der Welt aufbewahrt.Ca. 3000 Goldgengenstände aus einer Nekropole der Jungsteinzeit (5000 v. Chr.)!



Ivo hat mich dann noch zu den Anfängen der bulgarischen Geschichte gebracht. Wir haben uns den Reiter von Madara angeschaut, Europas einziges früh mittelalterliches Monumentalrelief.

 

Gleich in der Nähe gibt es auch thrakischen Kultstätten und einen Baum den König Boris der III gepflanzt hat.

Ein "versteinerte Wald" der Probiti kamāni, 50 Millionen Jahre alte Steinsäulen die durch das Absinken des Meeresspiegel entstanden sind.

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Samstag, 01.10.2016 Tzarevo - 31. Tag - Pläne für nächstes Jahr

Jetzt ist die Tour erstmal zu Ende. Ist schon ein komisches Gefühl... :-(

Das Boot ist abgeriggert und alles idt verpackt. Es geht schon ganz schön viel Gepäck in so ein Boot.

Aber vielleicht geht die Tour ja weiter. Durch den Bosporus ins Marama Meer, weiter durch die Dardanellen in die Ägäis und dann weiter nach Kroatien ... - mal sehen.

Das Boot wird erstmal in Varna auf Ivos Bauhof bleiben. Ich werde dann in Ruhe überlegen...

Ivo holt mich und das Boot gleich  ab und wir fahren dann gemeinsam nach Varna.

Von dort aus werde ich dann meine Rückreise organisieren. 

Ich gehe davon aus, dass ich am 6. Oktober wieder in Hamburg bin.

Das Blog werde ich ab heute nicht mehr regelmäßig updaten sondern nur noch sporadisch.

Nochmals vielen Dank an alle die mich mit Ihren SMS, Kommentaren, E-Mails und Anrufen unterstützt haben. Es hat mich immer sehr gefreut!

Hier noch ein letzter Blick auf das Hotel und den Hafen.

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Freitag, 30.09.2016 Tzarevo - 30. Tag

56 km in etwas mehr als 10 h. Anschließend Pass- und Zollkontrolle und dann noch das Boot aus dem Wasser nehmen. Der heutige Tag war mehr Pflicht als Kür, aber ich wollte nur schnell aus der Türkei raus. Unterwegs habe ich noch ein paar Delphine gesehen.
 


Das Rudern ist jetzt offiziell beendet. Morgen werde ich mich darum kümmern, wie das Boot wieder zurück nach Hamburg kommt.

Jetzt bin ich erstmal im Restaurant und werde was leckeres essen.

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Donnerstag, 29.09.2016 Sandal Bucht - 29. Tag 

Nach 43 km in 6,5 h bei sehr schönen Wetter mit seitlichen Rückenwind bin ich wieder da, wo ich am 23. Tag war.

Die Fischer haben heute Morgen reichlich Palamut gefangen. Nach einigen Gesprächen habe ich rausgefunden, dass alles Hobbyfischer sind. Der Aufwand ist aber schon beträchtlich. Die Fische werden für ca 1,50 EUR verkauft und mit dem Erlös wird das Hobby finanziert.


Abschied von Haci, Talih und Yilmaz.


Heute ist alles was ein Boot hat auf dem Meer, da anscheinend große Fischschwärme vorbeiziehen.Wer kein Boot hat steht mit der Angel an Strand.

Einen dieser Fische habe ich mir gerade gegrillt. Ein hiesiger Strandbewohner hat mir aus dem Strandgut noch einen Grill rausgefischt und mir noch ein paar Tips gegeben. Den Fisch in 2 Hälften schneiden und diese in frische Feigenblätter einwickeln. Hat sehr gut geschmeckt. Jetzt sitze ich noch was am Feuer und lausche den Wellen.



Morgen will ich mal früher aufstehen und versuchen die 55 km bis Tzarevo zu schaffen.

Die bulgarische Grenze habe ich in ca. 25 km erreicht.

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Mittwoch, 28.09.2016 Karacaköy (Evcik Plaji)- 28. Tag Zwangspause 

Das Wetter hat sich heute beruhigt und die Wellen sind kleiner geworden. Mehmet hat mit der Botschaft in Ankara telefoniert und die meinten auch, dass man eine Abschiebung in jedem Falle vermeiden sollte. Also geht nur der Wasserweg zurück nach Bulgarien. 

Ich könnte dann auf dem Landweg mit dem Boot einreisen und dann meine Reise fortsetzen. Das ist mir aber zu kompliziert, da der einzige Grenzübergang fast 50 km vom Meer entfernt ist.

Den Tag habe ich mit den Fischern und anderen Strandbewohnern verbracht. Die Zeit vergeht leider viel zu schnell.



Gerade war noch jemand da der Tulum gespielt hat, während wir die Netze vorbereitet haben. Ein interessantes Instrument, welches von der nordöstlichen Seite des Schwarzen Meers stammt. Sobald es Musika gibt wird getanzt.



Morgen geht es dann leider in die falsche Richtung.

Der Strand an dem ich mich befinde gehört zu Istanbul. Er wurde heute von der Istanbuler Stadtreinigung gesäubert. Die haben aber nur PET- und Glasflaschen eingesammelt. Der restliche Müll, von dem es mehr als genug gibt, wurde liegengelassen. 



Bilder kommen später mal!

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Dienstag, 27.09.2016 Aus der Traum

Sobald es das Wetter zulässt geht es die 85 km auf dem Wasser wieder zurück nach Bulgarien. 

Eine legale Einreise mit meinem Boot in die Türkei auf dem Wasserwege ist nicht möglich!

Mehmet war heute mit einem Herren vom türkischen Ruderverband den ganzen Tag bei der Einreisebehörde. Sobald ich bei einer Einreisebehörde auftauchen würde, würde man mich sofort festnehmen und abschieben. Gegebenenfalls kommen noch 10 Tage Haft hinzu. 

Die Genehmigung für die Durchfahrt mit einem muskelkraft betriebenen Boot durch den Bosporus dauert Monate, hier kann selbst der türkische Ruderverband nicht helfen.

Da mir zwei illegale Sachen ein bißchen zuviel sind, habe ich mich entschieden und werde umkehren. 

Meine Reise werde ich dann in Bulgarien beenden.

Es ist Schade, aber wir haben es wenigstens versucht.

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Dienstag, 27.09.2016 Karacaköy (Evcik Plaji)- 27. Tag Zwangspause 

Sitze immer noch an diesem schönen Strand fest. Das Wetter scheint nicht besser zu werden und die Wellen werden eher höher. Heute wurden nochmal alle Boote 3 m weiter den Strand hoch gezogen.



Heute morgen hat mich Haci besucht und mit einen großen Topf leckerer Nudelsuppe zum Frühstück gebracht.Für mein Abendessen hat er mir gleich noch eine Bohnensuppe mitgebracht. Das ist wirklich super nett und ich weiß gar nicht wie ich diese Gastfreundschaft erwidern kann.

Anschließend haben wir etwas geplauscht. Hier machen sich meine rudimentären Türkischkenntnisse die ich mir mühsam mit Sibel erarbeitet habe endlich bezahlt.

Anschließend sind wir ins Dorf gefahren und erstmsl in die Teestube gegangen. Ich glaube mittlerweile kennt mich das ganze Dorf. Nach einem kurzen Einkauf und einer weiteren Teestube (dem Vereinsheim des lokalen Fußballvereins) ging es wieder zurück.

Hier bin ich noch etwas spazieren gegangen und habe mir byzantinische Ruinen angeschaut, unter anderem diese ca. 50 km lange Mauer die bis zum Marama Meer geht.



Mehmet ist in Istanbul und hat freundlichenrweise die administrativen Sachen erledigt. - Ich hoffe, dass ich ihn noch treffe da er Freitag wieder zurück nach Ankara fliegt.

Vielleicht geht es morgen ja weiter...

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Montag, 26.09.2016 Karacaköy (Evcik Plaji)- 26. Tag Zwangspause 

Das Wetter war heute nicht gut. Eine zu hohe Welle und Gewitter am Horizont, die näher kamen. Es gab auch wieder eine Windhose die sich glücklicherweise 500 m vor dem Platz aufgelöst hat. 



Um 7.30h haben mich Haci und Yilmaz geweckt. Um 8.00h hat mir Talih eine leckere Linsensuppe zum Frühstück gebracht.

Yilmaz und Haci sind dann trotz der hohen Wellen noch rausgefahren um ihre Netze einzuholen.Es war auch für sie nicht so einfach durch die Brandung zu kommen.

Ich habe es gar nicht erst versucht. Das Anlanden ist ebenfalls ein Problem.Sie fahren mit Vollgas auf den Strand und machen direkt ein Stahlseil am Bug fest. Ein anderer Fischer steht an der Winde und das Boot wird dann ganz schnell auf den Strand gezogen.

Gefangen haben sie leider nichts, sonst hätte es gegrillten Palamut (eine Thunfischart) gegeben.

Die Welle ist jetzt am späten Nachmittag wieder höher geworden und es regnet auch schon wieder.Sieht so aus als hätte ich morgen noch einen Ruhetag. 

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Sonntag, 25.09.2016 Karacaköy - 25.  Tag

Musste wegen des Wetters hier abbrechen. Das war auch richtig so, da kurz danach eine Windhose zu sehen war.
Ok


Bin bei sehr netten Fischern gelandet, in deren Strandhütte ich heute Nacht schlafen kann.



Wir waren heute in 7 km entfernt en Dorf zusammen essen und jetzt sitze ich mit dem Schlachter in einer Teestube und trinke Tee. 

Heute Nachmittag habe ich mit einem der Fischer 500m Netz geordnet.


Mal sehen wann es weiter geht.

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Sonntag, 25.09.2016 Cilingoz Göleti - 24. Tag

Liege wieder in einer schönen Bucht im Nationalpark. Laut dem Ranger kommen die hier lebenden Wölfe aber nur im Winter um Kühe zu reißen.

 Das Anlanden war wieder nass, da die meisten Strände hier sehr steil sind und damit auch in Ufernähe noch relativ tief. Es macht es auch nicht gerade einfach das Boot mal schnell auf den Strand zu ziehen. Es verwandelt sich dann relativ schnell in eine Badewanne. Dafür sind dann die 2 Lenzkklappen wiederum ganz hilfreich.



Für die heutigen 32 km habe ich dank des Rückenwinds nur ca. 5,5  h gebraucht. Jetzt sind es nur noch 80 km bis zur Einfahrt in den Bosporus.

Im Hafen von Kiyiköy habe ich ein Ehepaar aus Wesel getroffen, die mit ihrer Motoryacht auch nach Istanbul und dann weiter in die Ägäis wollen. Die Frau fand das geschaukel in den Wellen etwas ätzend.- Da konnte ich nur zustimmen.

Morgen will ich ca. 42 km bis nach Karabrun fahren.

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